BÜRGSCHAFT

Was ist das?
Mit einem Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge (z. B. Sie), Verpflichtungen des Schuldners (z. B. Freund, Freundin, Ehepartner) gegenüber einem Gläubiger (z. B. Bank, Geldverleiher) zu erfüllen, wenn der Schuldner die finanziellen Verbindlichkeiten nicht selbst leisten kann. In diesem Fall haftet dann der Bürge, d. h. der Bürge übernimmt eine fremde Schuld. Das Bürgschaftsversprechen bzw. die Bürgschaftserklärung wird zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger geschlossen und bedarf immer der Schriftform. Diese Erklärung ist meist ein Teil des Kredit- oder Darlehensvertrages. Der Volksmund sagt: „Wer bürgt, wird gewürgt!" – und es ist immer recht heikel, für die Schulden von Geschäftspartnern, Freunden oder auch des Ehepartners einzustehen. Wenn nämlich der Kreditnehmer Fehler macht oder einfach nur Pech mit einer Geschäftsidee hat, steht der Bürge plötzlich selbst mit erheblichen Schulden da und trägt die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 765 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Was kann ich tun?
Da die Bürgschaft für den Bürgen ein sehr riskantes Rechtsgeschäft ist, sollten Sie sich der rechtlichen Tragweite Ihrer Entscheidung bewusst sein. Informieren Sie sich daher ausführlich bevor Sie einen Bürgschaftsvertrag schließen. Klären Sie Fragen bei den Anwaltlichen Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern, bei Rechtsanwälten, Verbraucherzentralen oder Schuldnerberatungsstellen.
Beratung und Information
http://www.nvzmv.de