BETREUUNGSVERFÜGUNG

Was ist das?
In Bezug auf die Bestellung einer rechtlichen Betreuung haben Sie neben der Erteilung einer Vorsorgevollmacht auch die Möglichkeit, eine Betreuungsverfügung zu verfassen. So können Sie Wünsche für den Fall einer späteren Betreuerbestellung äußern, wie z. B.
  • wen Sie sich als Betreuer wünschen und wen Sie ablehnen,
  • welche Wünsche und Gewohnheiten vom Betreuer zu respektieren sind,
  • wo Sie im Pflegefall versorgt werden wollen (zu Hause, Pflegeheim),
  • welche medizinische Behandlung Sie im Falle einer schweren Erkrankung wünschen oder ablehnen und
  • welches Alten- oder Pflegeheim Sie bevorzugen.
Die Betreuungsverfügung sollte schriftlich verfasst werden, mit Ort und Datum versehen und vom Aussteller selbst unterschrieben sein. Die Betreuungsverfügung wird vom Betreuungsgericht kontrolliert. Die darin benannte Person, die als Betreuer vorgeschlagen wurde, berechtigt noch nicht zum Handeln. Erst die Bestellung durch das Betreuungsgericht gibt ihr die dafür nötige Grundlage.
Gesetzliche Grundlagen
Gesetz zur Reform des Rechts der VORMUNDSCHAFT und PFLEGSCHAFT für Volljährige (Betreuungsgesetz - BtG) §§ 1896 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Was kann ich tun?
Nutzen Sie rechtskundige anwaltliche oder notarielle Beratung und Informationen von Rechtsberatungsstellen, um Ihre eigenen Interessen bei Eintritt eines Betreuungsfalles zu wahren.
Beratung und Information
Nähere Informationen zur Betreuungsverfügung einschließlich entsprechender Muster finden Sie in der Broschüre „Das Betreuungsrecht" des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern sowie des Bundesministeriums der Justiz: http://www.regierung-mv.de> Justizministerium > Service - Publikationen > Verfassung und Recht > Broschüre „Das Betreuungsrecht", http://www.bmj.de > Service > Broschüren > Betreuungsrecht http://www.service.m-v.de >Lebenslagen > Bürger > Familie und Besitz > Rechtliche Betreuung