BESTATTUNGEN

Was ist das?
Tritt ein Todesfall ein, so besteht die Pflicht, alle menschlichen Leichen und Totgeborenen mit einem Gewicht ab 1000 Gramm zu bestatten. Tot- oder Fehlgeborene unter dieser Gewichtsgrenze können auf Wunsch bestattet werden. Machen die Eltern von Ihrem Recht auf eine individuelle Bestattung keinen Gebrauch, hat die Einrichtung, in der die GEBURT erfolgt ist, für eine Beisetzung auf einem Friedhof zu sorgen. Es gibt zwei Möglichkeiten der Bestattung bzw. Beisetzung:
  • die Erdbestattung (Begräbnis),
  • die Feuerbestattung (Einäscherung) mit anschließender Beisetzung auf einem Friedhof, in einem Ruheforst bzw. Waldruhestätte oder das Verstreuen der Asche auf einer bestimmten Stelle des Friedhofs (Aschestreuwiese) oder das Versenken der Urne auf See (Seebestattung).
Auch die Aufbewahrung von Urnen in hierfür vorgesehenen Räumen in Kirchen ist zulässig, soweit die Kirche eine solche Art der Beisetzung anbietet. In erster Linie sind die Angehörigen oder vom Verstorbenen zu Lebzeiten Beauftragte zur Bestattung verpflichtet und haben auch die Kosten zu tragen. Als Angehörige gelten Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern, Enkelkinder, sonstige Partner einer auf Dauer angelegten ( eheähnlichen) Lebenspartnerschaft in dieser genannten Reihenfolge. Sofern die zur Bestattung verpflichteten Angehörigen nicht in der Lage sind, die Bestattungskosten zu tragen, können sie gemäß § 74 Sozialgesetzbuch (SGB) XII einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten beim Sozialamt stellen. Dabei ist nicht Voraussetzung, dass der Verstorbene bereits sozialhilfeberechtigt war. Zuständig für den Antrag ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung, die für den Verstorbenen bis zu dessen Tode SOZIALHILFE geleistet hat. In allen anderen Fällen ist das Sozialamt, in dessen Bereich der Sterbeort liegt, zuständig. Eine Übernahme der Bestattungskosten durch den Sozialhilfeträger kommt nur in Betracht, wenn der Nachlass des/der Verstorbenen nicht ausreicht und die zur Bestattung Verpflichteten (Erben, Unterhaltspflichtige oder sonstige Verwandte) nicht in der Lage sind, die Bestattungskosten aus eigenen Mitteln (Einkommen und Vermögen) zu tragen. Der Antragsteller muss rechtlich verpflichtet sein, die Bestattungskosten zu tragen. Es werden nach den sozialhilferechtlichen Bestimmungen nur die erforderlichen Bestattungskosten anerkannt. Sind keine Angehörigen oder sonstige Bestattungspflichtige vorhanden, nicht zu ermitteln oder nicht aufzufinden oder kommen sie ihrer Verpflichtung nicht nach, veranlasst die zuständige Behörde, in der Regel das Ordnungsamt, die Bestattung, ggf. auf Kosten des Bestattungspflichtigen. Die Bestattung eines Verstorbenen ist frühestens nach 48 Stunden zulässig und soll innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Vor der Bestattung muss der Todesfall beim zuständigen Standesamt angezeigt werden. (Dieses übernimmt in der Regel das beauftragte Bestattungsunternehmen.) Für die Bestattung einer Fehl- oder Totgeburt unter 1000 Gramm ist eine ärztliche Bescheinigung der Einrichtung, in der die GEBURT erfolgt ist, erforderlich.
Gesetzliche Grundlagen
Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen im Land Mecklenburg-Vorpommern (Bestattungsgesetz - BestattG M-V)
Was kann ich tun?
In welcher Weise die Bestattung vorgenommen werden soll, richtet sich zunächst nach dem Willen und den Wünschen des Verstorbenen, die noch zu Lebzeiten schriftlich (z. B. Testament) oder mündlich geäußert wurden. Liegt keine Willensäußerung vor, bestimmt der Auftraggeber die Art und den Ort der Bestattung.
Beratung und Information
Ansprechpartner sind die örtlichen Bestattungsunternehmen http://www.service.m-v.de – Lebenslagen/Bürger/Sterbefall/Bestattung http://www.wald-mv.de – Produkte & Dienstleistungen/Waldruhestätten