BERUFSVORBEREITUNGSJAHR

Was ist das?
Das BERUFSVORBEREITUNGSJAHR ist eine Form der Berufsausbildung. Hier können berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis aufgenommen werden, die wegen fehlender Berufsreife auf eine BERUFSAUSBILDUNG vorbereitet werden sollen und zuvor mindestens das Ziel der 8. Jahrgangsstufe (Versetzung nach Jahrgangsstufe 9) erreicht haben. Weiterhin können berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis aufgenommen werden, die eine Förderschule mit dem Abschluss des Bildungsganges der allgemeinen Förderschule oder mit der Berufsreife oder einem gleichwertigen Bildungsabschluss verlassen haben. Das BERUFSVORBEREITUNGSJAHR ist an den Berufsschulen angesiedelt und verknüpft allgemeinbildenden und berufsvorbereitenden Unterricht mit praktischen Einheiten. Schüler, die noch nicht den Schulabschluss der Berufsreife (Hauptschulabschluss) erreicht haben, können außerdem einem Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Schulabschluss erwerben. Neben dem einjährigen BERUFSVORBEREITUNGSJAHR (BV1) gibt es noch Folgende:
  • zweijährige Berufsvorbereitung (BV2)
Die BV2 findet in Vollzeitform statt und richtet sich an schulpflichtige Jugendliche ohne Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis, die nach mindestens acht Schulbesuchsjahren eine Förderschule nach § 36 Absatz 2 Schulgesetz (SchulG M-V) oder die Hauptschule verlassen, ohne das Ziel der 8. Jahrgangsstufe erreicht zu haben.
  • Berufsvorbereitungsjahr für Aussiedler (BVJA)
In dieses spezielle BERUFSVORBEREITUNGSJAHR werden jugendliche Aussiedler und Ausländer aufgenommen, die nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht zwar über elementare deutsche Sprachkenntnisse verfügen, diese jedoch noch nicht ausreichen, um den Anforderungen der Regelklasse einer beruflichen Schule zu genügen. Die elementaren Deutschkenntnisse werden durch die aufnehmende Schule festgestellt.
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB).
In diesen Bildungsgang der Bundesagentur für Arbeit werden Jugendliche aufgenommen, die nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht keine BERUFSAUSBILDUNG aufgenommen haben. In der BvB wird die Berufswahl durch Praktika in verschiedenen Berufsfeldern und durch eine individuelle Betreuung unterstützt und abgesichert. Schulpflichtige Jugendliche besuchen während der Teilnahme die Berufsschule. Die Anmeldung erfolgt durch die Berufsberatung der örtlichen Agentur für Arbeit. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen führen freie Bildungsträger im Auftrag der Arbeitsagentur durch.
Gesetzliche Grundlagen
Berufsbildungsgesetz (BBiG); Verordnung über die Berufsschule in Mecklenburg-Vorpommern (Berufsschulverordnung - BSVO M-V); Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern (SchulG M-V); Sozialgesetzbuch (SGB) III
Was kann ich tun?
Nutzen Sie vor Beginn einer Maßnahme das Beratungssystem Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit. Im Rahmen dessen können Sie auch die Möglichkeiten der Berufsausbildungsbeihilfe erfragen.
Beratung und Information
http://www.arbeitsagentur.de – Bürgerinnen und Bürger/Menschen mit Behinderungen/Berufsvorbereitung persönlich in Ihrer Agentur für Arbeit.