BERUFSUNFÄHIGKEIT

Was ist das?
Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ( Berufliche Rehabilitation) mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen. In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es die Rente für Berufsunfähigkeit nur noch für Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren und berufsunfähig sind. Dieser Personenkreis erhält diese Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit nach versicherungsrechtlichen Bestimmungen4. Für alle Personen, die nach dem 2. Januar 1961 geboren und berufsunfähig sind, gelten je nach Einzelfall die Regelungen der Rente:
  • wegen teilweiser Erwerbsminderung (Die medizinischen Voraussetzungen hierfür liegen vor, wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung mindestens drei aber weniger als sechs Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Hinzukommen die versicherungsrechtlichen Bestimmungen.) oder
  • wegen voller Erwerbsminderung (Die medizinischen Voraussetzungen hierfür liegen vor, wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung weniger als drei Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Hinzukommen die versicherungsrechtlichen Bestimmungen.) oder
  • für Bergleute (Hier gelten gesonderte Regelungen).
Zu beachten sind hierbei die festgelegten Hinzuverdienstgrenzen sowie die Regelung in Vereinbarkeit mit der Versichertenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung (Höchstbetragsgrenze).
Gesetzliche Grundlagen
§ 43, §§ 240 bis 242 Sozialgesetzbuch (SGB) VI
Was kann ich tun?
Da die gesetzliche Rentenversicherung mit ihren Renten wegen Erwerbsminderung nur in bestimmten Fällen und eingeschränkt greift, ist es für nach dem 2. Januar 1961 Geborene ratsam, über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken. Lassen Sie sich dabei von der Verbraucherschutzzentrale Mecklenburg-Vorpommern, einem Versicherungsmakler oder einzelner Versicherungen umfassend über die Möglichkeiten einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung beraten.
Beratung und Information
http://www.deutsche-rentenversicherung.de – Leistungen/Renten wegen Erwerbsminderung http://www.nvzmv.de