BERUFSKRANKHEIT

Was ist das?
Als BERUFSKRANKHEIT werden Erkrankungen bezeichnet, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht worden sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind (z. B. Lärm, Asbeststaubexposition). Sie sind in einer besonderen Liste als Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) näher bezeichnet. Mit Ausnahme seltener Sonderfälle können nur diese in der Liste aufgeführten Berufskrankheiten anerkannt werden. Ob eine BERUFSKRANKHEIT vorliegt, wird in einem Feststellungsverfahren durch den zuständigen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft) unter Beteiligung der Staatlichen Gewerbeärzte geprüft. Voraussetzung für eine Anerkennung ist, dass die Schädigung in Ausübung einer versicherungspflichtigen Tätigkeit erfolgte und in einem nachweisbaren Zusammenhang mit schädigenden Faktoren steht, die bei der Ausübung der Tätigkeit gewirkt haben. Anerkannte Berufskrankheiten sind entschädigungspflichtig, wenn durch sie eine Minderung der Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt von mindestens 20 % eingetreten ist. Für Ärzte besteht bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer BERUFSKRANKHEIT eine Anzeigepflicht. Die Meldung an die zuständige Berufsgenossenschaft kann jedoch auch durch den Arbeitgeber, den Träger der Krankenversicherung, der Agentur für Arbeit oder den Betroffenen selbst erfolgen. Von den Berufskrankheiten sind die arbeitsbedingten Erkrankungen zu unterscheiden. Das sind Krankheiten, die durch Bedingungen der ausgeübten Tätigkeit mit beeinflusst, teilverursacht oder verschlimmert werden. Die schädigenden Teilursachen sind aber rechtlich als nicht wesentlich für die Anerkennung einer Krankheit als BERUFSKRANKHEIT einzustufen. Zu Beschäftigungen, die Berufskrankheiten hervorrufen können, dürfen Personen nur herangezogen werden, wenn keine arbeitsmedizinischen Bedenken dagegen bestehen. Hierfür sind arbeitsmedizinische VORSORGEUNTERSUCHUNGEN in bestimmten Fristen vorgesehen.
Gesetzliche Grundlagen
§ 9 Sozialgesetzbuch (SGB VII); Berufskrankheiten-Verordnung (BKV)
Was kann ich tun?
Auskünfte erteilt das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Abteilung ARBEITSSCHUTZ und technische Sicherheit in
  • Rostock (Landkreis Rostock, Hansestadt Rostock) Tel.: 0381/331-59000
  • Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, die amtsfreien Gemeinden Pasewalk, Strasburg und Ueckermünde sowie die Mitgliedsgemeinden der Ämter Am Stettiner Haff, Löcknitz-Penkun, Torgelow-Ferdinandshof, Uecker-Randow-Tal, Peenetal/Loitz und Jarmen-Tutow) Tel.: 0395/380-59607
  • Schwerin (Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg, Landeshauptstadt Schwerin) Tel.: 0385/3991-102
  • Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen, Hansestadt Greifswald, die amtsfreien Gemeinden Anklam und Heringsdorf sowie die Mitgliedsgemeinden der Ämter Am Peenestrom, Anklam-Land, Landhagen, Lubmin, Usedom-Nord, Usedom-Süd und Züssow) Tel.: 03831/3798-0
Beratung und Information
http://www.lagus.mv-regierung.de http://www.uk-mv.de