BEHINDERUNG, MENSCHEN MIT

Was ist das?
Als Behinderung wird jede körperliche, geistige oder seelische Veränderung, die nicht nur vorübergehend3 zu Einschränkungen und sozialen Beeinträchtigungen führt, bezeichnet. Unerheblich ist dabei, ob die Behinderung durch eine Krankheit oder einen Unfall hervorgerufen wurde oder ob sie seit der GEBURT besteht. Behinderten Menschen soll die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wieder eröffnet werden. Die Leistungen, die diese Teilhabe sicherstellen sollen, werden unterschieden in:
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ( Berufliche Rehabilitation) und
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
Diese Leistungsbereiche sind nicht immer genau voneinander zu trennen. Rehabilitation und Teilhabeleistungen sollen nahtlos ineinander greifen und sich gegenseitig ergänzen. Anlaufstellen für diese Leistungen sind die gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger. Sie helfen ganz unabhängig davon, wer letztlich für die Leistungen zuständig ist. Die gemeinsamen Servicestellen informieren unter anderem über die Leistungsvoraussetzungen, helfen bei der Antragstellung und bieten Unterstützung auch während der Phase der Leistungserbringung. Behinderungen sollen und müssen so frühzeitig wie möglich erkannt und deren Behandlung so schnell wie möglich begonnen werden. Bestimmte Risiken können z. B. bei VORSORGEUNTERSUCHUNGEN rechtzeitig erkannt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorsorge im Säuglings- und Kindesalter. Diese beinhaltet kostenlose Früherkennungsuntersuchungen, sogenannte U-Untersuchungen. Wird dabei eine Gesundheitsstörung des Kindes festgestellt oder droht eine solche, ist Frühbehandlung und Frühförderung auch in spezialisierten Einrichtungen mit besonders geschulten Ärzten und Therapeuten möglich. Zuständig hierfür sind die Rehabilitationsträger. Für die Förderung von Kindern mit Behinderungen oder von Behinderung bedrohter Kinder gibt es in unserem Land Heilpädagogische Frühförderstellen/Interdisziplinäre Frühförderstellen (IFF) und Sozialpädiatrische Zentren (SPZ). Teilhabe am Leben, im Beruf und in der Gesellschaft bezieht auch den Bildungsbereich mit ein. So ist eine qualifizierte Schul- und BERUFSAUSBILDUNG eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in das gesellschaftliche Leben. Menschen mit Beeinträchtigungen haben denselben Anspruch auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Bildung wie Menschen ohne Beeinträchtigungen. Daher wird die Integration behinderter Menschen bereits mit dem Eintritt in eine Kindertageseinrichtung ( Kinderbetreuung) vollzogen und betrifft auch die schulische, berufliche sowie akademische Bildung. In Bezug auf Behinderung können auch Leistungen der Pflegeversicherung eine Rolle spielen. Siehe auch Hilfen für Behinderte
Gesetzliche Grundlagen
Behindertengleichstellungsgesetz (BGG); Sozialgesetzbuch (SGB) IX, III und XII; Landesbehindertengleichstellungsgesetz (LBGG M-V)
Was kann ich tun?
Auf Antrag stellt das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) mit den Dezernaten in Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und Stralsund das Vorliegen einer Behinderung bzw. Schwerbehinderung, den Grad der Behinderung (GdB) sowie Merkzeichen für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen fest. Menschen sind schwerbehindert, wenn bei ihnen ein GdB von wenigstens 50 vorliegt und sie im Bundesgebiet rechtmäßig wohnen bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder einen Arbeitsplatz haben. Schwerbehinderte Menschen erhalten einen Schwerbehindertenausweis und haben Anspruch auf entsprechende Nachteilsausgleiche.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de – Lebenslagen/Bürger/Familie und Besitz/Krankheit und Behinderung http://www.lagus.mv-regierung.de – Soziales/Schwerbehindertenrecht http://www.bmas.de – Publikationen/Behinderung/Ratgeber für Menschen mit Behinderung sowie Frühförderung http://www.reha-servicestellen.de http://www.einfach-teilhaben.de