ARBEITSUNFALL

Was ist das?
Ein ARBEITSUNFALL im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung ist ein unfreiwilliges, zeitlich begrenztes, von außen auf den Köper einwirkendes Ereignis einer versicherten Person, das aufgrund einer Tätigkeit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Arbeit steht, zu einem Gesundheitsschaden oder auch zum Tode führt. Äußere Ereignisse können physisch und psychisch ausgelöst werden. Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem Weg nach oder von dem Ort der Tätigkeit ereignen. Zwischen dem Wegeunfall und der versicherten Tätigkeit muss ein rechtlich wesentlicher Zusammenhang bestehen. Wegeunfälle sind eine Unterform der Arbeitsunfälle. Ein ARBEITSUNFALL ist nicht automatisch jeder Unfall, der bei der Arbeit oder auf dem Weg zum oder vom Ort der versicherten Tätigkeit eintritt. Hier gibt es eine Vielzahl von Einzelfällen und Besonderheiten. Versicherte Personen sind die Personen, die in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert sind:
  • Beschäftigte,
  • Kinder, die eine Kindertagesstätte oder einen Kindergarten besuchen,
  • Schülerinnen/Schüler,
  • Studentinnen/Studenten,
  • Auszubildende,
  • Landwirte,
  • Pflegepersonen,
  • Helfende bei Unglücksfällen,
  • Helfende im Zivilschutz oder Katastrophenschutz und
  • Blutspendende oder Organspendende
oder wer freiwillig versichert ist:
  • Unternehmerin/Unternehmer,
  • Selbständige/Selbständiger oder Freiberuflerin/Freiberufler oder
  • Mitarbeitende Ehegattin/mitarbeitender Ehegatte.
Besteht ein Versicherungsfall, ist der zuständige Unfallversicherungsträger dazu verpflichtet, der versicherten Person die ihr zustehenden Leistungen (für Behandlungen, Rehabilitation, Renten- und Hinterbliebenenzahlungen) ohne Antrag zu gewähren. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland sind:
  • Gewerbliche Berufsgenossenschaften,
  • Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften,
  • Unfallkassen und Feuerwehr-Unfallkassen.
Aufgrund des hohen Risikos von Berufskrankheiten sind Unternehmerinnen/Unternehmer eines Friseurbetriebes pflichtversichert, ebenso noch verschiedene besondere Versichertengruppen (z. B. bestimmte ehrenamtlich Tätige). Diese Pflichtversicherung muss der Arbeitgeber oder bei versicherten ehrenamtlich Tätigen die jeweils zuständige Institution leisten. Ein Versicherungsfall liegt nur dann vor, wenn die ausgeübte Tätigkeit die Ursache für den ARBEITSUNFALL (Wegeunfall) und den daraus entstanden Schaden ist, d. h. der Unfall darf nicht von der versicherten Person selbst verursacht worden sein (z. B. Alkoholkonsum bei der Arbeit, kein Tragen von vorgeschriebener Schutzkleidung).
Gesetzliche Grundlagen
Sozialgesetzbuch (SGB) VII - Gesetzliche Unfallversicherung, Arbeitsschutz-, Jugendarbeitsschutz-, Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsstätten-, Gefahrstoffverordnung, Unfallverhütungsvorschriften
Was kann ich tun?
Versicherte Personen sind verpflichtet an der Vermeidung von Arbeitsunfällen mitzuwirken. Unterweisungen und Weisungen des Arbeitgebers für die Sicherheit und Gesundheit bei der versicherten Tätigkeit sind zu beachten sowie die bereit gestellten Arbeitsmittel (z. B. Maschinen, Werkzeuge, Schutzausrüstungen) sachgerecht zu verwenden. Versicherte Personen sollten den Arbeitgeber auf Unfallgefahren hinweisen und Vorschläge zur Beseitigung dieser unterbreiten. Geschädigte versicherte Personen sollten jeden noch so kleinen ARBEITSUNFALL ihrem Arbeitgeber anzeigen. Bei schweren Verletzungen sollte schnellstmöglich ein niedergelassener Durchgangsarzt, ein Facharzt für Unfallchirurgie mit Zulassung der Unfallversicherungsträger (so genanntes „D-Arzt-Verfahren") aufgesucht werden. Bei geringfügigen Unfällen (z. B. leichte Schnittverletzungen) kann die Untersuchung und Behandlung auch durch einen Allgemeinmediziner erfolgen. Der zuständige Arzt sendet anschließend seinen Unfallbericht in doppelter Ausführung an den Unfallversicherungsträger zur Prüfung.
Beratung und Information
Bei Fragen wenden Sie sich an die Unfallversicherungsträger in M-V.
http://www.dguv.de
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http://www.kvbb.de
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