ZAHNÄRZTLICHE VORSORGE

Was ist das?
Eine gute und gründliche Zahn- und Mundpflege und regelmäßige zahnärztliche VORSORGEUNTERSUCHUNGEN sind die wichtigste Voraussetzung für die Zahn- und Mundgesundheit. Aufwendige Zahnbehandlungen lassen sich so meist vermeiden. Was viele nicht wissen: Die halbjährlichen zahnärztlichen VORSORGEUNTERSUCHUNGEN gehören zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür werden keine zehn Euro Praxisgebühr verlangt. Bei diesen Untersuchungen kann der Zahnarzt einige vorsorgenden Maßnahmen und bestimmte Leistungen durchführen, ohne dass eine Praxisgebühr anfällt. Dazu gehören z. B. Röntgenaufnahmen zum Feststellen von Entzündungen oder versteckter Karies und auch einmal eine Zahnsteinentfernung. Mit letzterer Maßnahme werden gleichzeitig viele Bakterien entfernt. Zahnärzte besuchen im Rahmen der Gruppenvorsorge Kindertageseinrichtungen und Schulen. Die Schwerpunkte sind:
  • Mundhygiene und Mundgesundheit,
  • Fluoridierung des Zahnschmelzes,
  • Motivation zur regelmäßigen zahnärztlichen Vorsorge,
  • Ernährungsberatung (weniger zucker-/ säurehaltige Speisen),
  • Erfassung, Diagnostik und Betreuung von Karies-Risikopatienten und
  • Empfehlungen zu eventuell notwendigen kieferorthopädischen Behandlungen.
Die Zahnärztekammer M-V hat gemeinsam mit den Kranken-kassen in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Sportvereinen Zahnrettungsboxen bereitgestellt. Ziel ist es, durch Stürze, Schläge oder andere Unfälle verletzte oder ausgeschlagene Zähne zu retten und diese wieder einzupflanzen. Die Zahnrettungsbox ist mit einer speziellen Nährflüssigkeit gefüllt, um den ausgeschlagenen Zahn oder das Zahnbruchstück feuchtzuhalten und gleichzeitig das Gewebe zu ernähren. In Notfällen kann der Zahn darin bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Gerade bei Heranwachsenden lohnt der Rettungsversuch, denn Zahnersatz ist nur als Provisorium möglich und muss dem sich entwickelnden Kiefer in der Regel mindestens alle ein bis zwei Jahre angepasst werden. Es drohen Kieferfehlstellungen und Sprechschwierigkeiten, die logopädisch zu behandeln sind.
Gesetzliche Grundlagen
§ 16 Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGDG MV)
Satzung und Rahmenvereinbarung der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege M-V e. V.
§§ 21, 22 Sozialgesetzbuch (SGB) V
Was kann ich tun?
Vereinbaren Sie regelmäßig Termine beim Zahnarzt und üben Sie frühzeitig mit Ihren Kindern die tägliche Mund- und Zahnpflege. Halten Sie die Hygieneempfehlungen für die tägliche Zahnpflege ein.
Beratung und Information
http://www.zaekmv.de/Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege M-V e. V.
http://www.zahnwissen.de