AIDS

Was ist das?
Die Abkürzung AIDS steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome", d. h. für eine Abwehrschwäche des Körpers und ist ein erworbenes Immundefekt-Syndrom. Es wird durch einen Virus verursacht, das man HIV nennt („Human Immunodeficiency Virus"). Wenn ein Mensch mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, bezeichnet man ihn als HIV-infiziert oder HIV-positiv. Die Übertragung von HIV findet vor allem statt, wenn
  • Blut,
  • Sperma,
  • Scheidenflüssigkeit oder
  • Muttermilch
mit Hautverletzungen (z. B. frische Wunden, Pilzinfektion, Geschlechtskrankheiten, Ekzeme) oder Schleimhäuten (z. B. Scheide, Penis, Mund, Enddarm) in Kontakt kommt. Bereits zwei Tage nach der HIV-Infektion kann der Virus an andere weitergegeben werden. Nachweisen kann man ihn aber erst frühestens 10 bis 12 Wochen nach der Neuinfektion. Der Verlauf der Erkrankung wird in verschiedene Stadien eingeteilt: von der Infektion bis zum Vollbild AIDS, die sich zumeist über Jahre erstrecken.
Was kann ich tun?
HIV und AIDS sind bislang nicht heilbar. Daher ist das wirksamste Mittel gegen die Verbreitung von HIV und AIDS die Aufklärung und Prävention. Die bekanntesten Schutzmaßnahmen vor einer HIV-Infektion sind die (richtige) Benutzung eines Kondoms. Da HIV aber auch durch beispielsweise Nadeln oder durch ein geplatztes Kondom übertragen werden kann, besteht die Möglichkeit, eine medizinische Sofortmaßnahme einzuleiten: HIV-PEP (Post-Expositions-Prophylaxe). Ob diese medikamentöse Behandlung eingesetzt werden kann, muss jedoch von einem Facharzt entschieden werden. Da der HI-Virus sehr empfindlich ist und außerhalb des menschlichen Körpers unter gewöhnlichen Alltagsbedingungen nicht lebensfähig ist, sind die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt und im Krankenhaus ausreichend, um es unschädlich zu machen. Besteht der Verdacht von HIV infiziert zu sein, kann ein HIV-Test durchgeführt werden. Er ist aber erst drei Monate nach einem Infektionsrisiko möglich. Im Falle einer HIV-Infektion wird eine medikamentöse Behandlung eingesetzt, die die Vermehrung des HIV verhindern soll. HIV-Infizierte und an AIDS Erkrankte haben Anspruch auf:
  • Leistungen der Krankenversicherung, soweit die Leistungsvoraussetzungen gegeben sind,
  • Leistungen der Rentenversicherung im Rahmen der Zuständigkeiten, wenn die Leistungsvoraussetzungen gegeben sind,
  • Leistungen der sozialen Sicherung,
  • Leistungen der Pflegeversicherung.
Beratung und Information
Telefon- und Online-Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 01805-555444 und http://www.aidsberatung.de http://www.gib-aids-keine-chance.de http://www.aidshilfe.de http://www.aidsaufklaerung.de Anonyme Telefon- und Online-Beratung der Aidshilfen unter 0180 33 19411 und http://www.aidshilfe-beratung.de regional: