WOHNUNGSLOSENBERATUNG

Was ist das?
Nicht alle Bürger haben eine Wohnung. Wohnungslosigkeit bedeutet, dass Menschen über keinen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügen und auf ordnungs- oder sozialrechtlicher Grundlage in eine kommunale Wohnung oder in ein Heim der Wohnungslosenhilfe eingewiesen wurden (Definition nach BAG Wohnungslosenhilfe). Die sichtbarste Form der Wohnungslosigkeit ist die Obdachlosigkeit: Menschen ohne festen Wohnsitz leben auf der Straße oder in Notunterkünften. Die Gründe für Wohnungslosigkeit sind unterschiedlich. Sie reichen von Arbeitslosigkeit, Scheidung, psychischen Beeinträchtigungen, Suchtverhalten, anderen Krankheiten über fehlende Resozialisierung nach einem Gefängnisaufenthalt und MIETSCHULDEN bis hin zu Zwangsräumungen. Kinder und Jugendliche können aufgrund von Gewalt und Missbrauch, beengten Wohnverhältnissen, Geldmangel und ständigen Konflikten in der Familie ebenfalls von Wohnungslosigkeit betroffen sein. Für sie ist das Jugendamt zuständig. Jeder Wohnungslose hat ein Recht auf „Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten". Gemeinden und Städte müssen die notwendigen Maßnahmen zur Hilfe ergreifen und Wohnungslose unterbringen.
Gesetzliche Grundlagen
Grundgesetz
Sozialgesetzbuch (SGB) II und XII
Was kann ich tun?
Wenden Sie sich an die Verwaltung der Städte oder Gemeinden, wenn Sie oder ein Bekannter von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder die Wohnungslosigkeit beenden wollen. Häufig berät und hilft auch die Diakonie, Caritas oder die Volkssolidarität. Wenn Sie wohnungslose Menschen antreffen, die sich insbesondere in den Wintermonaten in einer Notsituation befinden, informieren Sie die nächste Polizeidienststelle (110) oder bei akuter gesundheitlicher Gefährdung den Rettungsdienst (112).
Beratung und Information
http://www.bagw.de /BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
http://www.diakonie-mv.de /Suche Obdachlose
http://www.caritas-mecklenburg.de /Suche Obdachlose