ADOPTION

Was ist das?
Für die Entscheidung, ein Kind zur ADOPTION freizugeben, können Eltern ganz verschiedene Gründen haben. Sie ist in der Regel das Ergebnis von persönlichen, unüberwindbaren Schwierigkeiten und wird erst in Betracht gezogen, wenn feststeht, dass eine Lebensperspektive in der Herkunftsfamilie auch mit Unterstützungsangeboten nicht vorhanden ist. In der Regel müssen beide leiblichen Eltern in die ADOPTION ihres Kindes einwilligen. Das Kind kann entweder direkt nach der GEBURT oder auch zu einem späteren Zeitpunkt in eine Adoptivfamilie vermittelt werden. Die Einwilligung in die ADOPTION kann jedoch frühestens acht Wochen nach der GEBURT des Kindes erfolgen. Wenn die leiblichen Eltern wirksam in die ADOPTION ihres Kindes eingewilligt haben, ruht deren elterliche Sorge. Das Jugendamt übernimmt die VORMUNDSCHAFT für das Kind. Mit Ausspruch der ADOPTION durch das Vormundschaftsgericht erhält das minderjährige Kind die rechtliche Stellung eines leiblichen Kindes der Adoptiveltern. Damit verbunden ist grundsätzlich eine Veränderung der verwandtschaftlichen Verhältnisse des Kindes. Wer ein Kind adoptieren möchte, muss nach deutschem Recht unbeschränkt geschäftsfähig und mindestens 25 Jahre alt sein. Bei Ehepartnern kann eine/r dieses Alter unterschreiten; muss jedoch mindestens 21 Jahre alt sein. Ein Höchstalter für Adoptiveltern ist gesetzlich nicht festgelegt. Der Altersunterschied zwischen dem Kind und seinen Adoptiveltern sollte jedoch nicht größer als 40 Jahre sein. Ein Ehepaar kann ein Kind grundsätzlich nur gemeinsam adoptieren. Da es ausschließlich nur Ehegatten gestattet ist, ein Kind gemeinsam zu adoptieren, sieht das Lebenspartnerschaftsgesetz nur die Stiefkindadoption vor, bei der ein Lebenspartner ein Kind seines Lebenspartners adoptiert. Die Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes, die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes und die anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen freier Träger dürfen Adoptionen vermitteln. Ihnen obliegt die Prüfung der Adoptionsbewerbungen und der persönlichen Umstände des Kindes, um für jedes Kind die am besten geeigneten Eltern auszuwählen. Die Prüfungen können bis zu 12 Monate dauern. Mit dem Beschluss des Vormundschaftsgerichtes ist das Adoptionsverfahren beendet; jedoch haben die Annehmenden auch danach weiterhin einen Anspruch auf Beratung und Unterstützung durch die Vermittlungsstelle.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 1741 ff. und 1767 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Adoptionsvermittlungsgesetz § 51 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII
Was kann ich tun?
Bei Fragen rund um das Thema ADOPTION wenden Sie sich an Ihr örtlich zuständiges Jugendamt oder nutzen Sie die unten genannten Webseiten.
Beratung und Information
Bundeszentrale für Auslandsadoption Adenauer Allee 99 - 103, 53113 Bonn Tel.: 0228 99 410 - 5414, 5415 http://www.familien-wegweiser.de – Stichwort Adoption http://www.adoption.de http://www.adoptionsinfo.de