VORMUNDSCHAFT

Was ist das?
Ein Vormund wird durch das Gericht bestellt, wenn die Notwendigkeit nach einer allgemeinen Fürsorge für Person oder Vermögen eines Minderjährigen besteht. Das Kind oder der Jugendliche, für das ein Vormund bestellt ist, wird Mündel. Gründe für eine VORMUNDSCHAFT für minderjährige Kinder und Jugendliche können Tod oder Krankheit der Eltern und/oder eine eingeschränkte Wahrnehmung der Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben durch diese sein. Zu den Aufgaben der persönlichen Sorge gehören z. B:
  • Sicherstellung der Erziehung und Beaufsichtigung des Minderjährigen,
  • Aufenthaltsbestimmung, der Gesundheitsfürsorge,
  • Verantwortung für schulische Belange und Ausbildung,
  • Vertretung in allen rechtlichen Belangen,
  • Unterstützung in der Antragstellung und in der Geltendmachung von Rechten.
Ab dem 14. Lebensjahr hat das Mündel das Recht, der Bestellung einer bestimmten Person als Vormund zu widersprechen, auch wenn es sich um eine Person handelt, die von den verstorbenen Eltern für diese Aufgaben vorgesehen wurde. Hat das Mündel sein 18. Lebensjahr vollendet (an seinem 18. Geburtstag), ist die VORMUNDSCHAFT beendet. Der Vormund hat ihm nun das Vermögen herauszugeben und über dessen Verwaltung Rechenschaft zu legen. In Streitfällen über die Vermögensverwaltung entscheidet das Amtsgericht, bei dem der Vormund das Vermögensverzeichnis jährlich eingereicht hat.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 1773 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Sozialgesetzbuch (SGB) VIII
Gesetz über die Vergütung von Vormündern und Betreuern
Was kann ich tun?
Sorgeberechtigte Eltern haben die Möglichkeit, durch letztwillige Verfügung ( TESTAMENT oder Erbvertrag) den gewünschten Vormund zu benennen beziehungsweise bestimmte Personen und Vereine auszuschließen. Haben die Eltern keinen Vormund ausgewählt, wird dieser durch das Gericht von Amts wegen berufen.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de/Lebenslagen/Bürger/Vormundschaft