VATERSCHAFTSANERKENNUNG

Was ist das?
Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der GEBURT mit der Mutter des Kindes verheiratet ist. Wenn ein Scheidungsverfahren anhängig ist, kann auch ein anderer Mann, z. B. der neue Lebensgefährte der Mutter, die Vaterschaft bis spätestens ein Jahr nach der Scheidung anerkennen. Dabei müssen die Mutter und der frühere Ehemann zustimmen. Die VATERSCHAFTSANERKENNUNG wird frühestens wirksam mit Rechtskraft der Scheidung.
  • Ist die Mutter bei der GEBURT ihres Kindes nicht verheiratet, ist derjenige der Vater, der die Vaterschaft anerkennt. Die Anerkennung bedarf der Zustimmung der Mutter. Einer Zustimmung des Kindes bedarf es nur, wenn die Mutter nicht sorgeberechtigt ist. Vater eines Kindes ist der Mann, dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wird. Es erfolgt keine Zurechnung der Vaterschaft zum ehemaligen Ehemann, wenn das Kind nach Rechtskraft der Scheidung geboren wird.
Eine Anfechtung der Vaterschaft muss innerhalb von zwei Jahren ab Kenntnis der Umstände, die gegen eine Vaterschaft sprechen, frühestens ab GEBURT des Kindes, gerichtlich angefochten werden. Dies können:
  • der Mann, der zum Zeitpunkt der GEBURT mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
  • der Mann, der die Vaterschaft wirksam anerkannt hat,
  • der Mann, der an Eides statt versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben (Anfechtung durch den sog. „biologischen Vater"),
  • die Mutter,
  • das Kind und
  • im Falle einer missbräuchlichen Anerkennung der Vaterschaft, die zuständige Behörde.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 1592, 1595, 1599, 1600 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Was kann ich tun?
Bei Informationsbedarf und Fragen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Jugendamt.
Beratung und Information
http://www.bmj.de