ADHS

Was ist das?
Als ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) wird eine verminderte Fähigkeit zur Selbststeuerung bei Kindern und Jugendlichen beschrieben. Sie ist gekennzeichnet durch:
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen (z. B. leichte Ablenkbarkeit, Tagträumerei, mangelndes Durchhaltevermögen, Kritikempfindlichkeit, extreme Vergesslichkeit),
  • ausgeprägte körperliche Unruhe und starker Bewegungsdrang (Hyperaktivität),
  • impulsives und unüberlegtes Handeln.
Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Die Ursachen von ADHS sind noch immer umstritten. Auf jeden Fall können die Bedingungen, unter denen Kinder aufwachsen, den Verlauf einer ADHS stark beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, eine Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und mit einer ganzheitlichen Therapie zu beginnen. Sie wird u. a. dazu beitragen, die täglichen Anforderungen besser zu meistern und die positiven Seiten und Begabungen, die in jedem ADHS-Betroffenen stecken, gezielt zu fördern.
Gesetzliche Grundlagen
Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei ADHS um eine Erkrankung handelt, werden die Kosten der Untersuchung und Behandlung von den Krankenkassen übernommen. Sozialpädagogische Familienhilfe oder andere Hilfen zur Entlastung der Familie können als zusätzliches Hilfsangebot für Familien mit einem von ADHS betroffenen Kind oder Jugendlichen in Betracht kommen. Dies wird geregelt im Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz).
Was kann ich tun?
Der erste Ansprechpartner für hilfesuchende Eltern ist der Kinder- und Jugendarzt. Erst nach sorgfältiger Untersuchung kann zuverlässig die Diagnose ADHS gestellt werden. Der behandelnde Arzt wird nach eingehender Information gemeinsam mit den Eltern ein individuelles Behandlungskonzept erarbeiten. Ein wichtiger Baustein ist die Beratung und Unterstützung der Eltern. Das Jugendamt bietet in Zusammenarbeit mit fachlich geschulten Pädagogen viele Hilfen von heilpädagogischen Tagesgruppen bis zur sozialpädagogischen Familienhilfe an. Ansprechpartner können aber auch Erziehungsberatungsstellen oder der Schulpsychologische Dienst sein. Elterninitiativen und Selbsthilfegruppen unterstützen durch ehrenamtliches Engagement betroffene Familien. Informationen über Selbsthilfegruppen „ADHS" können bei den Selbsthilfekontaktstellen eingeholt werden.
Beratung und Information
http://www.bzga.de unter „Suchbegriff" ADHS
http://www.bmg.bund.de/Themen von A-Z/Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
http://www.adhs-deutschland.de
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http://www.ag-adhs.de
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http://www.selbsthilfe-mv.de
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