UNTERHALTSVORSCHUSS

Was ist das?
Alleinerziehende Mütter oder Väter erziehen ihr(e) Kind(er) meist unter erschwerten Bedingungen, insbesondere dann, wenn bestehende Unterhaltsverpflichtungen von einem Elternteil nur teilweise, unregelmäßig, verspätet oder gar nicht erfüllt werden. Zur finanziellen Entlastung alleinstehender Elternteile kann aus öffentlichen Mitteln ein UNTERHALTSVORSCHUSS gewährt werden. Der Anspruch auf UNTERHALTSVORSCHUSS ist auf 72 Monate begrenzt und endet spätestens mit der Vollendung des zwölften Lebensjahres des anspruchsberechtigten Kindes. Die Unterhaltsvorschussleistung beträgt gegenwärtig bis unter sechs Jahre 133 Euro monatlich bzw. 180 Euro bis unter 12 Jahre. Der Unterhaltspflichtige ist bei teilweiser oder vollständiger Leistungsfähigkeit durch die Gewährung von UNTERHALTSVORSCHUSS nicht von seiner Unterhaltspflicht befreit. Unterhaltsvorschussleistungen werden von der auszahlenden Stelle (Jugendamt) vom Unterhaltspflichtigen zurückgefordert. Folgende Unterlagen sind bei der Beantragung des Unterhaltsvorschusses notwendig: Personalausweis, Geburtsurkunde, Meldebestätigung bzw. Melderegisterauskunft. Wenn vorhanden: Scheidungsurteil bzw. -beschluss, VATERSCHAFTSANERKENNUNG oder -feststellung, Unterlagen über die gerichtliche Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen, Aufenthaltstitel. Kein Anspruch besteht, wenn z. B. beide Elternteile in häuslicher Gemeinschaft leben, der betreuende Elternteil (wieder) heiratet oder das Kind in einem Heim oder in Vollzeitpflege untergebracht ist.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 1 Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)
Was kann ich tun?
Bei Fragen frühzeitig das Jugendamt oder die Rechtsberatung aufsuchen.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de > Lebenslagen > Bürger > Scheidung > 3. Scheidungsfolgen > Unterhalt > Unterhaltsvorschuss