UNFALLVERSICHERUNG

Was ist das?
Die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) besteht seit mehr als 125 Jahren und wird durch Berufsgenossenschaften sowie Landesunfallkassen durchgeführt. Sie schützt die Bürgerinnen und Bürger und deren Familien vor den Folgen von Versicherungsfällen (Arbeits- und Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten), die bei der Verrichtung der beruflichen Tätigkeit eintreten können. Daneben sorgt sie auch für die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Die Arbeitnehmenden sowie Auszubildenden sind kraft Gesetz versichert. Darüber hinaus sind Landwirte, Kinder in Kindertageseinrichtungen oder bei geeigneten Tagespflegepersonen, Schüler, Studierende, Helfende bei Unglücksfällen, Zivil- und Katastrophenschutzhelfende, Blut- und Organspendende sowie bestimmte ehrenamtlich tätige Personen durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Unternehmer, Selbständige und Freiberufler können sich und ihre mitarbeitenden Ehepartner freiwillig versichern, sofern sie nicht schon kraft Gesetzes oder aufgrund von Satzungsbestimmungen pflichtversichert sind. Für Beamte gelten besondere Vorschriften zur Unfallfürsorge. Nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufsunfällen erbringen die Unfallversicherungsträger
  • umfassende Heilbehandlungsmaßnahmen,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und ergänzende Leistungen,
  • Geldleistungen an Versicherte und Hinterbliebene (u. a. für den Verdienstausfall wird Verletztengeld in Höhe von 80 % des Bruttoentgelts, maximal in Höhe des Nettoarbeitsentgelts, gezahlt).
Für Unfälle von Kindern in der Freizeit ist eine private Unfallversicherung notwendig, wenn von den Eltern auch in solchen Fällen eine Absicherung erwünscht wird. Ähnliches gilt auch für Erwachsene, denen Verbraucherschützer den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlen. Diese zahlt dann nicht nur nach Unfällen, sondern auch nach Erkrankungen im Falle von Berufsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeitsrente. Der Unfall-Sammelversicherungsvertrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewährt ehrenamtlich und freiwillig Engagierten Versicherungsschutz unter der Voraussetzung, dass das Engagement in Mecklenburg-Vorpommern ausgeübt wird oder von Mecklenburg-Vorpommern ausgeht. Der Versicherungsschutz im Bereich der Unfallversicherung besteht auch für Ehrenamtliche, die in rechtlich selbständigen Strukturen engagiert sind.
Gesetzliche Grundlagen
Sozialgesetzbuch (SGB) VII
Was kann ich tun?
Sie erreichen die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung unter der kostenlosen Rufnummer 0800-605 0 404. Dort erfahren Sie, welcher Unfallversicherungsträger für Sie zuständig ist.
Beratung und Information
http://www.dguv.de
>
http://www.service.m-v.de/Lebenslagen/Bürger/Kindertagesförderung/ Gesetzliche Unfallversicherung
http://www.regierung-mv.de /Suchbegriff Unfallversicherung