UMGANGSRECHT

Was ist das?
Das UMGANGSRECHT hat das Ziel, dass das Kind den Kontakt mit ihm besonders nahestehenden Personen aufrechterhalten und fördern kann. Dies ist von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes, denn gewachsene familiäre Beziehungen sollten, insbesondere nach Trennung oder Scheidung der Eltern, soweit wie möglich erhalten bleiben. Neben dem Kind und jedem Elternteil haben auch die Großeltern, die Geschwister, Stiefeltern und enge Bezugspersonen des Kindes ein Recht auf Umgang. Der Umgang kann sowohl Briefkontakte, telefonische Kontakte als auch Besuche oder gemeinsame Urlaube umfassen. Beide Elternteile haben nicht nur das Recht auf eigenen Umgang. Sie haben auch die Pflicht, auf das Kind einzuwirken und es zu ermutigen, den Umgang mit dem umgangsberechtigten Elternteil zu pflegen, um einer Entfremdung des Kindes zu diesem Elternteil entgegenzuwirken. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern jemals miteinander verheiratet waren und wer die elterliche Sorge für das Kind hat. Maßstab des Umgangs ist auch hier das Wohl des Kindes. Über die Ausgestaltung des Umgangsrechts entscheidet auf Antrag das Familiengericht. Auch ein begleiteter/betreuter Umgang zwischen dem Kind und dem getrennt lebenden Elternteil ist möglich. Kinder, Eltern und andere Umgangsberechtigte haben einen Anspruch auf Beratung und Unterstützung durch die Einrichtungen der Jugendhilfe.
Gesetzliche Grundlagen
§ 18 Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII)
§§ 1684 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Was kann ich tun?
Bei Fragen wenden Sie sich an die Beratungsdienste der örtlichen Jugendämter oder nutzen Sie anwaltliche Beratung.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de Lebenslagen/Bürger/Scheidung/3. Scheidungsfolgen
http://www.bmj.de
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