SUCHT UND DROGEN

Was ist das?
Sucht bedeutet Abhängigkeit; sie ist keine moralische Schwäche und kein krimineller Zustand. Sucht entsteht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern über einen längeren Zeitraum, oft schleichend, die Übergänge sind fließend und für Angehörige und Betroffene schwer erkennbar. Suchtverhalten richtet sich nicht nur auf bestimmte Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Tabletten oder illegale Drogen, sondern auch auf bestimmte Verhaltensweisen wie z. B. Computernutzung oder Glücksspiel. Zu den typischen Kennzeichen von Sucht gehören,
  • der Drang, die Substanz zu konsumieren bzw. das Verhalten auszuüben,
  • die schleichende Erhöhung der Dosis, um eine gleiche Wirkung zu erzielen,
  • die zunehmende Vernachlässigung anderer Interessen und der Familie, zugunsten des Suchtmittels und
  • der erhöhte Zeitaufwand ggf. auch kriminelles Verhalten, um die Substanz zu beschaffen oder dem Verhalten nachzugehen.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und Suchtberatung, die sich an Bürger richten, die wegen des Konsums von Suchtmitteln oder wegen suchtartiger Verhaltensweisen Probleme haben. Ebenso stehen die Ansprechpartner Angehörigen und Freunden von betroffenen Menschen zur Verfügung. Drogen – Was sind das? Als Droge werden stark wirksame psychotrope Substanzen bezeichnet. Sie bewirken eine Veränderung der Wahrnehmung und des Bewusstseins, die die Konsumenten in Rauschzustände versetzen und die Urteilsfähigkeit herabsetzen. Rechtlich unterschieden werden legale und illegale Drogen. Als Genussmittel (z. B. Koffein, Alkohol, Nikotin) oder Medikamente verwendete Drogen werden in der Öffentlichkeit häufig nicht als solche betrachtet, obwohl die Wirkung auf Konsumenten ähnlich sein kann. Drogen können sowohl direkt als Naturstoffe aus Lebewesen und Pflanzen gewonnen werden oder auf der Grundlage solcher Naturstoffe synthetisiert, wie auch vollsynthetisch hergestellt werden. Viele Drogen führen zu körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit. Die Abhängigkeit von einer Droge wird dann als gegeben betrachtet, wenn eine Gestaltung des Alltags und der alltäglichen Belange nicht mehr möglich ist und die Beschaffung der bevorzugten Droge in den Mittelpunkt des Handelns rückt.
Gesetzliche Grundlagen
In Deutschland sind der Anbau, Erwerb, Handel, Besitz sowie die Verabreichung der Substanzen, die dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG) unterstellt sind, strafbar. Dazu zählen unter anderem alle Formen des THC-haltigen Cannabis (Samen, Gras, Haschisch), Ecstasy, Speed, Kokain, LSD, Zauberpilze, Heroin etc. Bei jeder Feststellung von Drogenbesitz (auch bei geringen Mengen!) ist eine Eintragung in das Bundeszentralregister möglich. Ebenso muss mit einer Weiterleitung der Information „Drogenkonsument" an die Führerscheinstelle gerechnet werden. Schwere Verstöße gegen das BtmG können mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.
Was kann ich tun?
Wird Drogen- oder übermäßiger Alkoholkonsum erkannt und problematisch, empfiehlt sich die Inanspruchnahme einer spezifischen Beratungsstelle oder einer telefonischen Beratung. Auch Freunde und Angehörige finden hier Rat und Unterstützung für den Umgang mit Erkrankten oder Gefährdeten. Eine aktuelle Übersicht über die Einrichtungen der Suchthilfe im Land finden Sie auf nachfolgenden Webseiten. Daneben sind auch die Sozialpsychiatrischen Dienste der Landkreise und kreisfreien Städte Ansprechpartner für alle Probleme, die eine solche Erkrankung betreffen.
Beratung und Information
Informationen zu Fragen der Suchtprävention:
http://www.lakost-mv.de
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http://www.bzga.de
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http://www.drugcom.de
> Informationen zu Fragen der Suchthilfe einschl. Beratungs- und Behandlungsstellen:
http://www.lsmv.de
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