STALKING

Was ist das?
Stalking beschreibt ein vorsätzliches und beharrliches Nachstellen und Belästigen einer anderen Person, die eine längere Zeit anhält oder sich noch steigert und deren physische und psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht sind und die Person in ihrer Lebensführung stark beeinträchtigt wird. Es ist eine strafbare Handlung und kann sich in verschiedenen Formen und Ausprägungen darstellen. Die Palette reicht von vermeintlichen „Liebesbezeugungen" wie das Zukommen lassen von Blumen, Geschenken, Briefen oder Karten, wiederholtes Anrufen, Nachrichten per SMS oder E-Mail über Drohungen, Verleumdungen und Beleidigungen, auflauern oder verfolgen des Opfers bis hin zu Sachbeschädigungen, Einbruch und körperlichen Übergriffen. Von STALKING betroffen sind häufig ehemalige Beziehungspartner, aber auch Freunde, Bekannte, Nachbarn, Arbeitskollegen und nur selten Fremde. Die Hauptbetroffenen sind Frauen. Die Opfer fühlen sich zunächst nur belästigt. Später fühlen sie sich macht- und hilflos. Die Betroffenen leben in beständiger Angst, dass ihr Leben oder das ihrer Angehörigen in Gefahr ist und leiden unter erhöhter Schreckhaftigkeit, Panikattacken, Konzentrationsproblemen, Albträumen, usw. Psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauf- und Magenprobleme können ebenso Folgen von STALKING sein wie Depressionen, Gereiztheit und Aggressivität. Die Opfer ziehen sich häufig von ihrer Umwelt zurück und suchen durch Vermeidung, Kontrolle zurückzuerhalten. Sie geben viel Geld für Schutzvorrichtungen und Sicherheitsmaßnahmen aus. Manche wechseln den Wohnort oder kündigen ihren Arbeitsplatz. Stalkingbetroffene sollten frühzeitig gegen das Verhalten des Stalkers oder der Stalkerin vorgehen und Hilfe suchen. So sollten sie z. B. konsequent Kontakte zum Stalker vermeiden, das STALKING im Umfeld bekannt machen und das Geschehene dokumentieren.
Gesetzliche Grundlagen
§ 238 Strafgesetzbuch (StGB)
Was kann ich tun?
Betroffene von STALKING erhalten Unterstützung und Beratung an den Interventionsstellen in Rostock, Schwerin, Stralsund, Anklam und Neubrandenburg sowie bei Beratungsstellen für Betroffene von Straftaten.
Beratung und Information
http://www.regierung-mv.de/Regierungsportal/Frauen in Krisensituationen/Faltblatt Stalking