STAATSANGEHÖRIGKEIT/STAATSBÜRGERSCHAFT

Was ist das?
Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nach dem Abstammungsprinzip mit der GEBURT erworben, wenn mindestens ein Elternteil deutscher Staatsbürger ist (ius sanguinis). Ein Kind mit einem ausländischen Elternteil erwirbt in vielen Fällen mit der GEBURT zugleich nach dem Abstammungsprinzip auch die ausländische Staatsangehörigkeit. Es besitzt dann eine weitere Staatsangehörigkeit, womit es zu einer Mehrstaatigkeit kommt. Nach dem Optionsmodell muss sich das betreffende Kind bis zum 21. Geburtstag entscheiden, ob es die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit beibehalten will. Dazu muss vor dem 21. Geburtstag ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt werden. Entweder es entscheidet sich bewusst für die ausländische Staatsbürgerschaft oder es verliert die deutsche Staatangehörigkeit automatisch, wenn es 23 Jahre alt wird. Beide Staatsangehörigkeiten können nur in Ausnahmefällen auf Dauer beibehalten werden. EU-Bürger können nach einer Einbürgerung beide Staatsangehörigkeiten behalten. Seit dem 1. Januar 2000 gilt in Deutschland zudem auch das Geburtsortprinzip (ius soli). Danach besitzt ein ab diesem Zeitpunkt geborenes Kind unter bestimmten Voraussetzungen automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Spätaussiedler erwerben mit der Ausstellung der Bescheinigung nach § 15 des Bundesvertriebenengesetzes automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit; ebenso die damit einbezogenen Familienangehörigen.
Gesetzliche Grundlagen
Artikel 116 (1) Grundgesetz (GG)
§§ 4 Abs. 3; 15 Bundesvertriebenengesetz (BVFG)
§ 7 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)
Was kann ich tun?
Lassen Sie sich bei der für Sie zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde Ihrer Kommune oder Vereinen für Migrantinnen und Migranten beraten.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de/Lebenslagen/Bürger/Einbürgerung/Spätaussiedler
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http://www.bundesregierung.de/Suchbegriff Staatsangehörigkeit