SPIELZEUGSICHERHEIT

Was ist das?
Spielzeuge für Kinder unter 14 Jahren müssen bestimmten gesetzlichen Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit entsprechen. Werden diese Anforderungen beachtet, kann das Spielzeug als sicher angesehen werden. Vorausgesetzt es wird auch wie vom Hersteller vorgesehen verwendet. Dennoch zeigen die Überprüfungen der zuständigen Behörden und nichtstaatlicher Einrichtungen immer wieder, dass auf dem Markt mangelbehaftete Spielzeuge vorgefunden werden. So ergaben Prüfungen von Spielzeugen der Stiftung Warentest, dass diese verschluckbare Kleinteile, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Weichmacher (Puppenkörper), Schwermetalle (in Farben) und andere gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Beim Kauf von Spielzeug sollte auf offensichtliche Mängel, wie z. B. scharfe Kanten, verschluckbare Kleinteile (Erstickungsgefahr) oder sich nicht öffnende Schlaufen (Strangulationsgefahr), geachtet werden. Auch ein unangenehm riechendes oder ein mit Duftstoffen versehenes Spielzeug könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Spielzeug gesundheitsgefährdende oder allergieauslösende Stoffe enthält. Wichtig ist auch, sich davon zu überzeugen, dass auf dem Spielzeug oder auf dessen Verpackung dauerhaft angebrachte, lesbare Angaben zum Produkt und zum Hersteller vorhanden sowie dem Spielzeug alle erforderlichen Sicherheits- und Gebrauchsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sind. Ohne diese Angaben werden bei fehlerbehafteten Spielzeugen eine spätere Stellung von Schadensersatzansprüchen und die Veranlassung behördlicher Maßnahmen nahezu unmöglich. Im Weiteren wird empfohlen, neben der „CE"- Kennzeichnung auch auf das „GS"- Zeichen zu achten. Das GS- Zeichen steht für eine durch Hersteller freiwillig veranlasste Sicherheitsprüfung des Produktes durch eine unabhängige zugelassene Prüfstelle. Allerdings weisen selbst Prüfstellen wie der TÜV-Rheinland, der TÜV-Süd oder die Landesgewerbeanstalt (LGA) darauf hin, dass Spielzeuge die mit dem GS- Zeichen versehen sind, nicht immer sicher sein müssen, da das „GS"- Zeichen auch missbräuchlich verwendet wird.
Was kann ich tun?
Informieren Sie sich vor dem Kauf in spezifischen Zeitschriften, im Fernsehen oder im Internet über die Sicherheit von Spielzeug. Auskünfte über mangelhaftete Spielzeuge, Verkaufsverbote oder Rückrufaktionen erhalten Sie unter anderem auf den Internetseiten der Europäischen Kommission und der Bundesanstalt für ARBEITSSCHUTZ und Arbeitsmedizin.
Gesetzliche Grundlagen
Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug
Beratung und Information
http://www.lagus.mv-regierung.de/Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V
http://www.baua.de/Rubrik Geräte- und Produktsicherheit
http://www.RAPEX.eu/Warnsystem der EU für unsichere Produkte (nicht für Lebensmittel)
http://www.lcsms.org/Informations- und Kommunikationssystem der Marktüberwachungsbehörden
http://www.kindersicherheit.de/Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
http://www.test.de/Suchbegriff Spielzeug