SOZIALHILFE

Was ist das?
Sozialhilfe schützt als soziales „Netz" vor Armut, Ausgrenzung sowie besonderen Belastungen und hat damit die Funktion einer Grundsicherung. Einen Anspruch auf SOZIALHILFE hat jede nicht (mehr) erwerbsfähige Person, z. B. wegen Alters oder wegen voller Erwerbsminderung. Die SOZIALHILFE ist nachrangig gegenüber Leistungen anderer Leistungsträger (z. B. der Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenversicherung) und wird nur auf Antrag gewährt. Örtliche Träger der SOZIALHILFE sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Es gibt sieben Hilfearten in der Sozialhilfe, die gleichberechtigt nebeneinander stehen:
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
(laufende SOZIALHILFE zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums),
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
(Sozialhilfe für Menschen ab 65 Jahren sowie für dauerhaft voll Erwerbsgeminderte zwischen 18 und 65 Jahren; wird nur auf Antrag gewährt),
  • Hilfen zur Gesundheit
(vorbeugende Gesundheitshilfe, Hilfe bei Krankheit, Hilfe zur Familienplanung, Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft, Hilfe bei Sterilisation),
  • Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen,
  • Hilfe zur Pflege,
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten
(z. B. Hilfe für Obdachlose oder aus einem Strafvollzug Entlassene),
  • Hilfe in anderen Lebenslagen
(z. B. Blindenhilfe, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Übernahme von Bestattungskosten).
Gesetzliche Grundlagen
Sozialgesetzbuch (SGB) XII Gesetz zur Ausführung des Sozialgesetzbuches XII (SGB XII-AG M-V)
Was kann ich tun?
Einen Antrag auf SOZIALHILFE können Bedürftige bei kreisangehörigen Ämtern und amtsfreien Gemeinden einreichen.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de /Stichwort/Sozialhilfe