SCHULVERWEIGERUNG

Was ist das?
Als Schulverweigerer werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die wiederholt, ganztägig, unentschuldigt und über längere Zeiträume hinweg dem Unterricht fernbleiben. Die Gründe für eine Schulverweigerung sind vielfältig. Oft verweigern Schüler die Schule, um dem Leistungsdruck zu entfliehen, aus Angst vor Lehrern, Mitschülern oder Mobbing aber auch wegen Unterforderung. Zur Vermeidung von Schulverweigerung werden Maßnahmen von kooperativen Erziehungs- und Bildungsangeboten (Schulstationen), die zusätzlich Leistungen der Jugendhilfe umfassen, umgesetzt. Weiterhin wird versucht, mit einer zusätzlichen separaten pädagogischen, sonderpädagogischen und sozialpädagogischen Unterstützung zu helfen. Dabei ist die Zusammenarbeit von Schule, den Trägern der Jugendhilfe und den Eltern besonders wichtig. Den Schulverweigerern werden Maßnahmen zum Wissenserwerb unterbreitet und Hilfe im sozialpädagogischen Bereich in Verbindung mit handwerklicher Tätigkeit angeboten. Es wird versucht einen engen Kontakt zu einer Regelschule zu halten, um eine Wiedereingliederung in die Schule und den Erwerb eines Schulabschlusses zu ermöglichen. Zudem können Schulverweigerer im Rahmen von Berufsförderlehrgängen einen Abschluss erwerben. Die Teilnahme an kooperativen Erziehungs- und Bildungsangeboten wird auf die Erfüllung der Schulpflicht angerechnet.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 59, 59a Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern
Was kann ich tun?
Bei Informations- oder Hilfebedarf sprechen Sie mit den Pädagogen an der Schule Ihres Kindes und fragen Sie nach dem Schulpsychologischen Dienst.
Beratung und Information
http://www.bildung-mv.de /Förderschulen/Schulstationen
http://www.jugend-staerken.de /Schule und Bildung