PERSONENSORGEBERECHTIGTE

Was ist das?
Personensorgeberechtigte sind in der Regel beide (leibliche) Eltern und die Adoptiveltern. Auch nach einer Scheidung bleiben die Eltern Personensorgeberechtigte, wenn nicht ein Elternteil Antrag auf Sorgeübertragung gestellt hat. Sind Eltern nicht miteinander verheiratet, steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, wenn sie Sorgeerklärungen abgegeben haben. Ohne solche gemeinsame Sorgeerklärung hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge. Bis Ende 2012 soll das Recht der elterlichen Sorge für nicht miteinander verheiratete Eltern neu geregelt werden. Neben die Eltern als Personensorgeberechtigter tritt ein vom FAMILIENGERICHT bestellter Einzel- oder Amtspfleger, wenn das FAMILIENGERICHT das Personensorgerecht teilweise entzogen hat. Ist den Eltern die gesamte elterliche Sorge entzogen worden oder sind sie an der Ausübung verhindert oder sind sie verstorben, ist der Vormund sorgeberechtigt. Nicht personensorgeberechtigt ist eine Pflegeperson, bei der das Kind in Vollzeitpflege lebt. Auch der Pflegeperson kann aber die Personensorge übertragen werden. Die Personensorge beinhaltet das Recht und die Pflicht, das Kind zu beaufsichtigen, zu erziehen, zu pflegen, für sein geistiges und körperliches Wohl zu sorgen, seinen Aufenthalt und seinen Umgang festzulegen. Erziehungsberechtigt ist der Personensorgeberechtigte. Er kann zwar nicht das Personensorgerecht, aber dessen Ausübung auf andere Personen übertragen und sie damit zu Erziehungsberechtigten machen. Dies ist aber nur möglich, wenn diese Person volljährig ist und der PERSONENSORGEBERECHTIGTE mit ihr eine Vereinbarung getroffen hat, in der er ihr einzelne Aufgaben der Personensorge zur Ausübung übertragen hat (z. B. Stiefeltern oder Vätern in eheähnlichen Gemeinschaften ohne Sorgeerklärung oder Fachkräften in Kindertageseinrichtungen). Babysitter, Hausaufgabenbetreuende, Jugendgruppenleitende sind nicht erziehungsberechtigt, da sie nicht auf eine gewisse Dauer und nur für einzelne Tätigkeiten Aufgaben der Personensorge wahrnehmen.
Gesetzliche Grundlagen
§ 7 Absatz 1 Nummer 5 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII
§§ 1631 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Was kann ich tun?
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Jugendamt. Zur Unterstützung von Personensorgeberechtigten werden z. B. ELTERNKURSE angeboten.
Beratung und Information
http://www.familienbotschaft-mv.de
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http://www.eltern-stark-machen.de
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