ORGANSPENDE

Was ist das?
Von der Bereitschaft zur Organspende hängen derzeit ca. 12.000 Menschenleben ab. So viele Menschen stehen auf der Warteliste für ein Organ. Etwa 1.000 Patienten sterben jährlich, weil nicht rechtzeitig ein benötigtes Organ zur Verfügung stand. Diese Situation könnte wesentlich verbessert werden, wenn sich jeder zu Lebzeiten mit der Frage der Organ- und Gewebespende auseinandersetzt und mit seinen Angehörigen darüber spricht. Aus diesem Grund hat der Bundestag Mitte 2012 beschlossen, dass alle Krankenversicherte ab 16 Jahren regelmäßig gefragt werden, ob sie zur Organspende nach ihrem Tod bereit sind. Viele Menschen stehen der Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Wenn Sie diese Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren, gibt es Ihnen Sicherheit, dass im Todesfall Ihr Wille Beachtung findet und ihren Angehörigen eine schwere Entscheidung abgenommen wird. Im Organspendeausweis kann einer Organentnahme zugestimmt, ihr widersprochen, die Zustimmung auf bestimmte Organe beschränkt oder die Entscheidung auf einen Angehörigen übertragen werden. Die Diagnose des Hirntodes, als Voraussetzung für eine Organspende, ist an verbindliche, besonders strenge Richtlinien geknüpft. Die Diagnose muss von zwei erfahrenen Intensivmedizinern unabhängig voneinander nach genauen klinischen und apparativen Untersuchungen gestellt und dokumentiert werden.
Gesetzliche Grundlagen
Transplantationsgesetz (TPG)
Was kann ich tun?
Wenden Sie sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie bietet das Infotelefon Organspende unter der kostenlosen Rufnummer 0800/90 40 400 an.
Beratung und Information
http://www.dso.de/Deutsche Stiftung Organtransplantation
http://www.bzga.de/Themen/Organ- und Gewebespende
http://www.service.m-v.de/Lebenslagen/Bürger/Sterbefall/5. Organspende