MIETSCHULDEN

Was ist das?
Mietschulden entstehen durch Rückstände von Mietzahlungen gegenüber dem Vermieter. Wer mit mehr als einer Monatsmiete in Rückstand liegt, muss mit einer Kündigung und dann einer Räumungsklage rechnen. Verschiedene Hilfsangebote unterstützen Mietschuldner in ihrer Situation. Die Übernahme von MIETSCHULDEN ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, sofern Leistungen für Unterkunft und Heizung erbracht werden und dies zur Sicherung der Unterkunft gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht. Mietschulden von Leistungsberechtigten nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II-Bezieher) werden vom Jobcenter übernommen. Personen, die nicht leistungsberechtigt i. S. des SGB II sind, können beim Sozialamt einen Antrag auf Mietschuldenübernahme stellen. Vor dem Antrag auf Übernahme der MIETSCHULDEN sollte der Vermieter um die Einräumung einer ratenweisen Zahlung gebeten werden. Viele Wohnungsgesellschaften bieten eine eigene Mietschuldnerberatung an. Weiterhin besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Wohngeld zu stellen. Ist die Wohnung inzwischen zu groß, sollte überlegt werden, in eine kleinere, angemessenere Wohnung umzuziehen.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 535; 543; 569 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 22 Abs. 8 Sozialgesetzbuch (SGB) II
§ 36 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) XII
Was kann ich tun?
Bei Unterstützungsbedarf nutzen Sie die Schuldnerberatung oder eine anwaltliche Beratungsstelle.
Beratung und Information
http://www.regierung-mv.de – Justizministerium/Themen/Anwaltliche Beratungsstellen
http://www.finanzentest.de/schuldnerberatung-mecklenburgvorpommern.html
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