MEDIZINISCHE VORSORGE FÜR MÜTTER UND VÄTER

Was ist das?
Mütter und Väter werden von Kindererziehung, Arbeit und Haushalt häufig so stark beansprucht, dass sie an das Ende ihrer Kräfte kommen. Als Vorsorge-Maßnahme ist dann eine Mutter/Vater-Kind-Kur möglich. Sie zielt darauf ab, eine Schwächung und Gefährdung der Gesundheit der Eltern zu vermeiden, Krankheiten zu verhüten bzw. diesen entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen werden stationär erbracht, auch ohne dass ambulante Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sind. Um ein gesundes Kind mit zur Kur nehmen zu dürfen, muss während des Kurzeitraumes zuhause keine Betreuungsmöglichkeit bestehen. Nach der Genehmigung des Kurantrages übernehmen die Krankenkassen die vereinbarten Kosten inklusive der Anreise. Mütter bzw. Väter haben lediglich die gesetzliche Eigenbeteiligung von 10 € pro Tag zu tragen. Kinder zahlen keine Eigenbeteiligung; sie fahren kostenfrei mit zur Mutter/Vater-Kind-Kur. Stationäre Mutter-Kind-Maßnahmen sind auf 21 Tage angelegt, wobei auf Antrag bei der Krankenversicherung während der Maßnahme eine Verlängerung aus medizinischen Gründen um eine weitere Woche möglich ist. Die Wiederholung einer Mutter-Kind-Kur kommt in der Regel frühestens nach Ablauf von vier Jahren in Betracht, es sei denn, eine vorzeitige Leistung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich.
Gesetzliche Grundlagen
§ 24 Sozialgesetzbuch (SGB) V
Was kann ich tun?
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, inwieweit eine Mutter/Vater-Kind-Kur für Sie in Frage kommt. Auch wenn keine Urlaubstage für die Kur beansprucht werden, sollten Sie rechtzeitig Ihren Arbeitgeber informieren. Gegen eine Ablehnung des Antrages kann nach Rücksprache mit Ihrem Arzt Widerspruch eingelegt werden.
Beratung und Information
http://www.muettergenesungswerk.de
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http://www.eltern.de/Mutter-Kind-Kur