KRANKENVERSICHERUNG, GESETZLICHE

Was ist das?
Krankenversicherungen sichern die Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung der Bürger nach dem Solidarprinzip. Gesetzliche Krankenkassen bieten unterschiedliche Tarife; grundsätzlich sind jedoch etwa 95 Prozent aller Leistungen gleich. Der Beitragssatz unterscheidet sich ebenfalls nicht; mögliche Zusatzbeiträge können stark voneinander abweichen. Jeder Versicherte kann innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen wechseln; die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Die bisherige Kasse ist verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen eine Kündigungsbestätigung zu versenden, die dann bei der neuen Krankenkasse eingereicht wird. Wechselgründe können unterschiedliche Präventionsprogramme, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, Rückerstattungs- oder Selbstbehalttarife, spezifische Zusatzleistungen wie Alternativmedizin, spezielle Zielgruppen, z. B. Familien oder Berufsanfänger sein; nicht zuletzt veranlassen Unterschiede zwischen Zusatzbeiträgen und Rückerstattungen der Beiträge Versicherte zum Wechsel der Krankenkasse. Nach einem Wechsel ist der Versicherte 18 Monate an die neue Krankenkasse gebunden; bei einer Entscheidung für bestimmte Wahltarife beträgt die Bindungsdauer sogar drei Jahre. Ohne Bindung kann eine private Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Familienangehörige ohne Einkommen sind nur in der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei mitversichert; Kinder müssen keine Zuzahlungen für Medikamente leisten. In eine private Krankenversicherung (PKV) als Vollversicherung können in der Regel nur Selbständige, Beamte oder Angestellte mit einem Jahreseinkommen von mehr als 49.500 € (Versicherungspflichtgrenze 2011) abschließen.
Gesetzliche Grundlagen
Sozialgesetzbuch (SGB) V
Was kann ich tun?
Bei Fragen zu Tarifen und Leistungen wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse.
Beratung und Information
http://www.g-k-v.de
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http://www.gesetzlichekrankenkassen.de