KINDERTAGESFÖRDERUNG

Was ist das?
Kindertagesförderung stellt eine entwicklungsfördernde und familienergänzende Leistung für alle Kinder und Familien dar und hat einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. Kindertagesförderung umfasst die „Institutionen" Krippe (bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres), Kindertagespflege (insbesondere in den ersten Lebensjahren durch Tagespflegepersonen), Kindergarten (bis zum Schuleintritt) sowie den Hort (in der Regel während der Grundschulzeit). Die örtlichen Jugendämter sind dafür verantwortlich, dass die benötigten Plätze für Kinder in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflege zur Verfügung gestellt werden. In M-V besteht für Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Eintritt in die Schule ein gesetzlicher Anspruch auf einen Kindergartenplatz und ab 2013 auch auf einen Krippenplatz. Kinder unter drei Jahren von sozial benachteiligten Eltern haben bereits ab 2011 einen Anspruch auf eine Förderung von mindestens 30 Wochenstunden. Die Hortbetreuung richtet sich nach der vorhandenen Platzkapazität, hier besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Betreuung. Die Jugendämter sind jedoch aufgefordert, auch hier genügend Plätze zur Verfügung zu stellen. Die Förderung der Kinder in Kindertageseinrichtungen wird regelmäßig für einen Teil des Tages oder ganztags angeboten. Für die Eltern fallen anteilig Betreuungskosten und Verpflegungskosten an. Ist Eltern die Zahlung nicht oder nur anteilig zuzumuten, können sie Unterstützung beim örtlichen Jugendamt beantragen. Handlungsgrundlage für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtung ist die „Bildungskonzeption für 0-10 jährige Kinder in M-V", deren Ziel es ist, Anregungen zu geben, wie Fachkräfte die Entwicklung von Kindern zu lernfreudigen, selbständigen, stabilen und weltoffenen Persönlichkeiten unterstützen können. Durch das verbriefte Recht auf individuelle Förderung, die die Stärken der Kinder in den Mittelpunkt stellen, wird eine Chancengleichheit für den Bildungsverlauf eines jeden Kindes angestrebt.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 22 ff. Sozialgesetzbuch (SGB) VIII Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V)
Was kann ich tun?
Eltern können zwischen den vorhandenen Angeboten, für die ihr Kind die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, wählen. Die Ausübung des Wahlrechts ist dem Jugendamt rechtzeitig, in der Regel drei Monate, vor der beabsichtigten Aufnahme, schriftlich mitzuteilen. Erkundigen Sie sich daher frühzeitig über die Angebote in Ihrer Nähe, sehen Sie sich die Einrichtungen persönlich an, informieren Sie sich über das pädagogische Konzept und sprechen Sie mit den verantwortlichen Personen über Ihre speziellen Wünsche und Vorstellungen. Fragen Sie ggf. auch andere Eltern nach ihren Erfahrungen mit der ausgewählten Einrichtung. Die Anmeldung erfolgt direkt in der jeweiligen Kindertageseinrichtung. Erkundigen Sie sich, ob eine Warteliste existiert. Ein einheitliches Anmeldeformular gibt es nicht. Vielmehr hat jede Einrichtung ihre eigenen Unterlagen und Formulare.
Beratung und Information
http://www.service.m-v.de/Lebenslagen/Bürger/Kindertagesförderung