KINDER- UND JUGENDBERATUNG

Was ist das?
In vielen Fällen häuslicher Gewalt sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Entweder als direkt Betroffene der Gewalt oder als Zeugen der Gewalthandlungen zwischen den Erwachsenen. In beiden Fällen leiden die Kinder und Jugendlichen stark. Neben den körperlichen Folgen direkter Gewalterfahrungen kommen sie in massive Konfliktsituationen, deren emotionale und psychische, oft traumatische Folgen sich bis in das Erwachsenenalter hineinziehen können. Die Folgen äußern sich z. B. durch Schlafstörungen, Angstzustände, Essstörungen, Einnässen, Schulschwänzen, Unkonzentriertheit, Magenschmerzen, aggressives oder apathisches Verhalten. Nicht selten wird die Ausübung bzw. die Erduldung von Gewalt im Erwachsenenalter wiederholt. Betroffene Kinder und Jugendliche brauchen daher eine eigenständige und qualifizierte Unterstützung bei der Bewältigung und Bearbeitung ihrer Gewalterfahrungen.
Was kann ich tun?
Kinder und Jugendliche die Gewalterfahrungen im häuslichen Bereich erleben, weisen nahezu ausnahmslos eine oder mehrere der oben genannten Verhaltensauffälligkeiten auf, die auf den ersten Blick nicht mit häuslicher Gewalt in Verbindung stehen müssen. Sie senden oft versteckte Botschaften und Hilferufe aus. Derartige Verhaltens- und Wesensänderungen müssen nicht, können aber ein Indiz für häusliche Gewalt sein. Agieren Sie nicht vorschnell, aber seien Sie aufmerksam.
Beratung und Information
Für Betroffene und bei Fragen zum Thema Kinder als (Mit-)Betroffene von häuslicher Gewalt stehen in Mecklenburg-Vorpommern fünf speziell auf die Belange und Besonderheiten von häuslicher Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Kinder- und Jugendberatungsstellen zur Verfügung. Die Kinder- und Jugendberatungsstellen sind an die Interventionsstellen angegliedert und befinden sich in Rostock, Schwerin, Stralsund, Anklam und Neubrandenburg. http://www.sozial-mv.de/Themen/Frauen in Krisensituationen/Interventionsstellen und Kinder- Jugendberatungsstellen