INTEGRATIVE EINRICHTUNG

Was ist das?
Integrative Einrichtungen sind Orte, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen und betreut werden. Integration gelingt immer dann, wenn Menschen ohne Behinderung es als selbstverständlich ansehen, mit Behinderten gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Dieses Denken soll mithilfe von integrativen Einrichtungen bereits im Kleinkindalter gefördert werden. Es gab bisher zur Förderung und Pflege behinderter Kinder und Erwachsener spezielle Einrichtungen, wie z. B. gesonderte Kindertageseinrichtungen, Sonderschulen und Behindertenwerkstätten. Um diese „Isolation" abzubauen und dem Integrationsgedanken „soviel Integration wie möglich, soviel Förderung in Sondereinrichtungen wie nötig" gerecht zu werden, gibt es inzwischen ein sehr viel größeres Angebot an Einrichtungen und Konzepten der Behindertenhilfe. Institutionen, wie Schule und Kindertageseinrichtungen sollen Lebensraum für alle Kinder sein, selbst wenn diese in vielfältiger Weise verschieden sind. Sie sollen in gleicher Weise betreut, erzogen und gebildet werden. Durch soziale Erfahrungen und Anregungen im Umgang mit anderen Kindern erhalten die Entwicklungsverläufe viele positive Impulse. Die Kinder und Jugendlichen können miteinander und voneinander lernen und gegenseitige Akzeptanz aufbauen. Sie erleben, wie unterschiedlich Kinder sein können. Mit dem Konzept der integrativen Kindertageseinrichtungen und der präventiven und integrativen Grundschule ist der Inklusionsprozess in Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet.
Gesetzliche Grundlagen
UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Artikel 3 Absatz 3 Satz 2, Artikel 20 Grundgesetz Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V)
Was kann ich tun?
Informieren Sie sich vor Ort in der Schule oder in einer Kindertageseinrichtung nach einer Integrativen Einrichtung in Ihrer Nähe.
Beratung und Information
http://www.mecklenburg-vorpommern.eu – Familie und Gesundheit/Menschen mit Behinderung/Förderschulen, Ausbildung und Werkstätten