HORT

Was ist das?
In Horten werden Kinder vom Eintritt in die Schule bis zum Ende des Besuchs der Grundschule, d. h. bis zum Ende der Klasse 4 gefördert. Eine darüber hinausgehende Hortförderung erfolgt längstens bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6, jedoch nur in den Fällen, in denen eine dem Kindeswohl entsprechende Bildung, Erziehung und Betreuung wegen der individuellen Entwicklung des Kindes oder seiner familiären Situation nicht gewährleistet ist, und in den Fällen, in denen das Kind nicht in der Lage ist, seinen außerschulischen Alltag selbständig zu bewältigen. Schüler dieser Altersgruppe können in Mecklenburg-Vorpommern in Kindertageseinrichtungen in altersgemischten Gruppen oder separaten Hortgruppen, in eigenständigen Horten oder Horten an Schulen gefördert werden. Horte und die Kindertageseinrichtungen gewährleisten für die Erziehungsberechtigten die nach dem Schulgesetz (SchulG M-V) und dem Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) vorgeschriebene bereitzustellende zeitlich verlässliche Betreuung der Kinder außerhalb des Unterrichts. Dabei soll die Hortförderung ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen. Es ist den Bedürfnissen insbesondere erwerbstätiger, erwerbssuchender, in Ausbildung befindlicher oder sozial benachteiligter Personensorgeberechtigter Rechnung zu tragen. Nach dem KiföG M-V sollen Hort und Schule nach dem Vorbild eines Ganztagsschulangebotes kooperieren. Als Angebot der Kindertagesförderung unterstützt der Hort die Kinder bei der Bewältigung der Anforderungen des Schulalltags. Darin eingeschlossen ist die Befähigung der Kinder zur zunehmend selbständigen und aktiven Gestaltung ihrer Freizeit. Das Angebot entspricht dem Recht der Kinder auf freie Gestaltung von Raum und Zeit. Der Hort ermöglicht den Kindern ein ganzheitliches, an ihrer aktuellen Lebenswirklichkeit orientiertes Lernen. Das Leben und Lernen im Hort erweitert den Erfahrungsraum der Kinder. Räume und Materialien lassen Selbsttätigkeit zu und regen individuelle Bildungsprozesse an. Innerhalb einer offenen Lernatmosphäre werden im Hort Neugier und Forscherdrang der Kinder herausgefordert. Sport und Bewegung als auch Ruhephasen stellen den zentralen Ausgleich zum Schulalltag dar. Es werden Angebote innerhalb der Einrichtung gestaltet und außerhalb der Einrichtung genutzt. Die Freizeitaktivitäten haben einen lebenspraktischen Bezug. Ein pädagogisches Element stellt zudem die Möglichkeit zur Anfertigung der Hausaufgaben des Hortes dar. Ziel ist es, dass die Kinder ihre Hausaufgaben selbständig, termingerecht und in einer hohen Qualität erledigen. Die Fachkräfte im Hort arbeiten mit den Lehrkräften der Schule und den Eltern partnerschaftlich zusammen. Die Förderung im Hort erfolgt in der Regel bis zu sechs Stunden als Ganztagsförderung oder drei Stunden als Teilzeitförderung täglich von montags bis freitags.
Gesetzliche Grundlagen
§§ 22, 24 Absatz 2 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) § 39 Abs. 1 SchulG M-V Bildungskonzeption für 0 bis 10-jährige Kinder in M-V Verwaltungsvorschrift „Die Arbeit in der Grundschule" des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 10. August 2009
Was kann ich tun?
Stellen Sie einen Antrag auf Bereitstellung eines Platzes bei der Gemeinde/dem Amt/der Stadt und, sofern Sie finanziell den Elternbeitrag nicht leisten können, zusätzlich einen Antrag auf Übernahme der Kosten des Hortplatzes bei Ihrem örtlich zuständigen Jugendamt. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Einkommen. Der Zuschuss wird ab Beginn des Antragsmonats gezahlt. Sie sollten den Antrag daher spätestens in dem Monat stellen, ab dem Ihr Kind den Hort besucht.
Beratung und Information
http://www.bildung-mv.de – Frühkindliche Bildung