HAUSHALTSHILFEN

Was ist das?
Eine Haushaltshilfe soll bei der täglichen Arbeit im Haushalt unterstützen. Bei Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe für sog. haushaltsnahe Dienstleistungen wie Kinderbetreuung, Einkaufen oder Reinigung des Haushalts wird die betreffende Familie zum Arbeitgeber und muss die entsprechenden rechtlichen Grundlagen beachten. Bei einer Beschäftigung einer Haushaltshilfe für weniger als 400 Euro monatlich muss die beschäftigte Person bei einer Minijob-Zentrale angemeldet werden. Über die Mini-Jobzentrale werden die üblichen Sozialleistungen gewährt. Die Haushaltshilfe ist damit beispielsweise bei Krankheit finanziell abgesichert. Verdient die Haushaltshilfe mehr als 400 Euro im Monat, unterliegt das Arbeitsverhältnis der Sozialversicherungspflicht. Hierzu muss die Haushaltshilfe bei der Sozialversicherung, der Krankenkasse und beim Finanzamt angemeldet werden. Darüber hinaus hat die Haushaltshilfe auch Anspruch auf bezahlten URLAUB sowie auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Schwangerschaft. Ferner sind die rechtlichen Bestimmungen zum Kündigungsschutz zu beachten. In einigen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung, die Pflegekasse oder die Rentenkasse die Kosten für eine Haushaltshilfe. Ein Anspruch kann beispielsweise dann bestehen, wenn im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes Kind lebt, um das sich keine andere Person kümmern kann. Ferner kann bei Müttergenesungs- und Vorsorgekuren für Mütter, nach Krankenhausaufenthalten, Rehabilitationsmaßnahmen (z. B. Erholungskuren), bei Schwangerschaft oder im Wochenbett ein Anspruch auf eine Haushaltshilfe gegeben sein. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweils individuellen, tatsächlichen Hilfebedarf. Haushaltshilfen sind zuzahlungspflichtig (Ausnahme: wegen Schwangerschaft oder Entbindung).
Gesetzliche Grundlagen
§ 38 Sozialgesetzbuch (SGB) V § 199 RVO § 54 Sozialgesetzbuch (SGB) IX § 36 Sozialgesetzbuch (SGB) XI § 27 Absatz 3, §§ 48 und 50, § 61 und § 70 Sozialgesetzbuch (SGB) XII
Was kann ich tun?
Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenkasse oder beim zuständigen Sozialhilfeträger über die Voraussetzungen einer Anspruchsberechtigung. Sofern die Inanspruchnahme einer ausländischen Haushaltshilfe beabsichtigt ist, informieren Sie sich bitte bei der Haushaltshilfenvermittlung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.
Beratung und Information
Gesetzliche oder private Krankenkassen, Rentenversicherungsträger Sozialhilfeträger http://www.service.m-v.de – Lebenslagen/Verfahren von A-Z/Haushaltshilfe