FREIWILLIGENDIENSTE

Was ist das?
Es gibt neben dem erst 2011 eingeführten Bundesfreiwilligendienst noch die älteren FREIWILLIGENDIENSTE „Freiwilligendienst aller Generationen", das „Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ) und das „Freiwillige Ökologische Jahr” (FÖJ). Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) können junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren absolvieren. Mit dem FSJ können Erfahrungen für den zukünftigen Beruf gesammelt werden (z. B. bei Pflegeberufen). Der freiwillige Dienst kann in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet werden. Die Teilnehmenden können unter anderem Erfahrungen in der Wohlfahrtspflege (z. B. beim Roten Kreuz), der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. in einem Kinderheim), der Jugendarbeit (z. B. in einem Jugendclub), der Gesundheitspflege (z. B. in einer Sozialstation) oder bei Arbeiten in Kultureinrichtungen (z. B. in einer Gedenkstätte) sammeln. Die Teilnehmenden erhalten ein angemessenes Taschengeld, URLAUB und ggf. Unterkunft und Verpflegung; außerdem besteht Sozialversicherungsschutz. Das FSJ wird in der Regel bis zur Dauer von zwölf zusammenhängenden Monaten geleistet. Bei einem Dienst im Inland besteht die Möglichkeit, den Dienst um bis zu sechs Monate zu verlängern. Alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die vor allem bei Behörden und Ausbildungsstätten als Nachweis dient. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Angebot der außerschulischen Jugendbildung. Es bietet Jugendlichen eine interessante Möglichkeit, Engagement für die Umwelt zu zeigen, die eigenen Fähigkeiten zu testen und dabei Zusammenhänge in der Natur kennen zu lernen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Träger, bei denen das FÖJ absolviert werden kann. Zurzeit können 132 Jugendliche aus ca. 250 Einsatzstellen auswählen. Die Freiwilligenzeit dauert mindestens sechs, normalerweise zwölf Monate. Das Jahr beginnt jeweils am 1. September. Es umfasst die praktische Tätigkeit in verschiedensten Einrichtungen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Umweltbildung. Außerdem finden fünf jeweils einwöchige Seminare statt. Hier diskutieren die Teilnehmer über den Verlauf des FÖJ und tauschen Erfahrungen aus. Zum FÖJ gehören zudem Exkursionen, Projekte und fachliche Vorträge zu Themen des Umwelt- und Naturschutzes, aber auch zur Berufs- und Lebensorientierung. Sowohl in den Einsatzstellen als auch in den Seminaren werden die Teilnehmenden durch pädagogisch geschulte Betreuende der Trägervereine fachlich angeleitet und individuell beraten. Die Jugendlichen erhalten ein monatliches TASCHENGELD sowie Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung. Mögliche Einsatzgebiete sind die Biotop-, Gewässer- und Tierpflege, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, technischer Umweltschutz, Forst und Landwirtschaft. Das FÖJ können in der Regel junge Menschen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, ableisten. Besondere Schulabschlüsse oder Qualifikationen sind nicht erforderlich. Einsatzgebiete können sein:
  • National- und Naturparke,
  • Tierschutzvereine, Tierauffangstationen und Reiterhöfe,
  • Naturschutzstationen und -zentren,
  • Landschaftspflegeverbände, Wasser- und Bodenverbände,
  • Biobauernhöfe, Gärtnereien,
  • Umweltbildungseinrichtungen wie Waldschulheime, Schullandheime, Schulgärten, Jugendherbergen, Naturschutzstationen und Museen.
Seit dem 1. Januar 2009 gibt es das Bundesprogramm FREIWILLIGENDIENSTE aller Generationen, welches auf Beschluss des Deutschen Bundestages drei Jahre lang vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Ein Freiwilligendienst ist grundsätzlich in verschiedenen Bereichen möglich. Sie reichen von der Kinder- und Jugendbetreuung über die Pflege von Seniorinnen und Senioren, der Unterstützung von Menschen mit Behinderung bis hin zu relativ neuen Feldern, wie Kultur, Migration sowie Umwelt- und Naturschutz. Die Ableistung eines Freiwilligendienstes steht allen Altersgruppen nach Beendigung der Schulpflicht offen. Die Freiwilligen bekommen Fort- und Weiterbildung im Mindestumfang von durchschnittlich 60 Stunden pro Jahr. Die Freiwilligen engagieren sich mindestens acht Stunden pro Woche für wenigstens sechs Monate.
Gesetzliche Grundlagen
Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten
Was kann ich tun?
Die unten stehenden Internetseiten geben Informationen über Träger, bei denen Bewerbungen für einen der FREIWILLIGENDIENSTE möglich sind.
Beratung und Information
http://www.regierung-mv.deFREIWILLIGENDIENSTE oder Freiwilliges Ökologisches Jahr oder Freiwilliges Soziales Jahr http://www.jao-foej.de – FÖJ Mecklenburg-Vorpommern http://www.fsj-mv.de http://www.freiwilligendienste-aller-generationen.de