FERIENARBEIT

Was ist das?
In den Ferien wollen viele Mädchen und Jungen nicht nur entspannen, sondern diese Zeit auch nutzen, um ein wenig das TASCHENGELD aufzubessern. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz müssen die Jugendlichen zur Aufnahme einer Ferientätigkeit mindestens 15 Jahre alt sein. Darüber hinaus gilt es Folgendes zu beachten:
  • Die ARBEITSZEIT darf in der Regel täglich acht Stunden und wöchentlich 40 Stunden nicht überschreiten.
  • Erlaubt ist das Arbeiten in der Zeit von 6:00 bis 20:00 Uhr (Ausnahmen gelten in der Landwirtschaft, im Gaststättengewerbe und in mehrschichtig arbeitenden Betrieben).
  • Grundsätzlich ist das Arbeiten an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen verboten.
  • Die Ruhepausen sind vorgeschrieben und betragen bei einer ARBEITSZEIT von 4 ½ bis sechs Stunden 30 Minuten und bei mehr als sechs Stunden 60 Minuten.
Nicht erlaubt sind:
  • Tätigkeiten, die die physischen oder psychischen Leistungsfähigkeiten der Jugendlichen übersteigen (z. B. Akkordarbeiten),
  • Arbeiten, bei denen die Jugendlichen sittlichen Gefahren ausgesetzt sind,
  • Arbeiten, die mit erhöhten Unfallgefahren verbunden sind (z. B. Beschäftigung an Hobel-, Hack-, Spaltmaschinen),
  • Arbeiten, bei denen die Gesundheit der Jugendlichen durch außergewöhnliche Hitze oder Kälte, starke Nässe oder schädliche Einwirkungen von Lärm, Erschütterungen oder Strahlen, Gefahrstoffen im Sinne des Chemikaliengesetzes und biologischen Arbeitsstoffen gefährdet wird.
Für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen ist der Arbeitgeber verantwortlich. Vor Beginn der Beschäftigung muss er die Schüler und Schülerinnen über die möglichen Unfall- und Gesundheitsgefahren und deren Verhinderung am Arbeitsplatz unterweisen.
Gesetzliche Grundlagen
Gesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend (JArbSchG)
Was kann ich tun?
Siehe auch Arbeitsschutz
Beratung und Information
http://www.bundesregierung.de – Suche „Ferienarbeit" http://www.lagus.mv-regierung.de – Broschüre „Jugendarbeitsschutzgesetz"